“Amerikaner stifteten die Martin-Luther-Kirche”- diese Schlagzeile vom 10. März 1957 ist in einem vergilbten Zeitungsabschnitt in unserer Gemeindechronik zu lesen.
Christen aus den Vereinigten Staaten hatten sich nach dem 2. Weltkrieg zum Ziel gesetzt, mit ihren Spenden im zerstörten Deutschland 49 Kirchen zu errichten. Die steinerne Gedenktafel, gleich am Eingang zum Kirchraum, erzählt, dass unsere Kirche eine davon ist.
Der erste Gottesdienst wurde in ihr am 10.März 1957 gefeiert. Theodor Heuss, der erste Bundespräsident, ließ zu diesem Anlass die große Altarbibel mit seiner Widmung überreichen. Sein Geschenk an die entstehnde Gemeinde.
Gut 25 Jahre warteten die Evangelischen in Gleuel auf eine Kirche. Schon 1937 war das Grundstück “Am Hofacker” von der Frechener Muttergemeinde gekauft worden. Sie betreute seit den zwanziger Jahren die Protestanten Gleuels, die sich aus der Pfalz hier im Braunkohlerevier angesiedelt hatten. Der Zustrom der Vertriebenen und Flüchlinge nach 1945 machte den Bau der Kirche unumgänglich.
Auch in den anderen Hürther Ortsteilen entstanden evangelische Kirchen. Zusammen mit Gleuel nannte man sich Evangelische Gemeinde Hürth-Knapsack.
Seit dem 1. April 1966 gibt es dann in Hürth zwei evangelische Gemeinden: die Matthäus-Kirchengemeinde Hürth und unsere Johannes-Kirchengemeinde Hürth-Gleuel; mit Gleuel als Zentrum und den Ortsteilen Berrenrath, Burbach und Sielsdorf.
Martin-Luther-Kirche Am Hofacker 41, Hürth-Gleuel Gottesdienst: sonntags 10:30 Uhr© 2008 Evangelische Kirche Hürth-Gleuel. Alle Rechte vorbehalten.